Bootlegs Geschichten

Ralph, Montag, 03. Mai 2021, 12:40 (vor 16 Tagen)
bearbeitet von Ralph, Montag, 03. Mai 2021, 12:46

Habe eine Spam aus den USA über die Wheel reingekriegt. An meinen vollen Namen, äh, hat den jemand verraten?

Bevor ich meine ersten Tauschkontakte hatte, wollte ich alles kriegen, was es an Liveshows auf Vinyl gab.
Außer den paar offiziellen Veröffentlichungen gab es damals Bootlegs.

Und damit zur Spam: Es geht schon um etwas musikrelevantes, nämlich um ein Bootleg Record Label in den Staaten namens Pig. Die haben wohl in den 70ern einige Bootlegs raus gebracht, anscheinen auch GD Shows.

Pig sagt mir nichts. Man konnte in den 70ern und 80ern einige Bootlegs nicht nur auf Plattenbörsen und im Versandhandel kaufen, sondern manche standen ganz regulär auch in größeren Plattenläden. Deshalb nannten wir sie damals "halboffiziell". Was z.B. in vielen CD-Regalen steht, ist die "Grateful Dead With Mike Taylor Featuring Suzanne Vega" vom 23. 9. 1988 im MSG. Die gabs, glaub ich, auch bei 2001. Die war nicht von GDP lizensiert.

Ansonsten gab es bekannte Bootlegs Labels, in Erinnerung sind mir "Swingin' Pig" (oft gute Soundqualität) und "Genuine Pig" (viele Schrottqualitäten dabei gewesen).

Über dieses Pig Bootleg Record Label ist ein Buch rausgekommen, Link hier:
https://tmqapigstale.com/index.php

Ah, ich Böser, ich gebe eine Spam weiter. Aber wenn man sieht, was das Buch kostet, nämlich 150 Dollar, wird es eh keiner von uns kaufen.

Über diese europäischen "halboffiziellen" Plattenproduzenten habe ich die Geschichte gehört, dass die allesamt unter einem Vorwand in die USA gelockt worden sind, dort vom FBI verhaftet worden sind und längere Zeit im Knast geschmort hatten. Kann das jemand bestätigen? Jedenfalls war es vorbei mit Bootlegs über offizielle Verkaufswege.

Zu meinem Glück ging für mich dann die Traderei los. Man konnte in Europa die "Dupree's Diamond News" abonnieren, in dem man denen einfach Dollarscheine in einem Brief geschickt hatte. Und mit dem Abo konnte man kostenlos eine Kleinanzeige in das Heft reinsetzen. Auf diesem Weg hatten sich einige deutsche Deadheads kennengelernt und das Tauschen angefangen, so auch ich.

Lasst euch nicht unterkriegen!
Ralph


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